Matthias Steiner hat in seiner Karriere so ziemlich alles erlebt, was einem Sportler passieren kann. Er wurde Olympiasieger, Europameister und Weltmeister und errang damit alle wichtigen Titel in seiner Disziplin. Gleichzeitig erlebte er aber in seiner Karriere und in seinem Leben eine ganze Reihe von Tiefschlägen. Wir bieten Ihnen in diesem Artikel einen genauen Überblick über den Sportler und seine Karriere.

Matthias Steiner wurde in Wien, der Hauptstadt Österreichs, geboren. Er wuchs in Obersulz auf, das zur niederösterreichischen Gemeinde Sulz zählt. Bereits als Jugendlicher begann er dort mit dem Gewichtheben. Ein erster Rückschlag für seine früh begonnene Karriere erfolgte an seinem 18. Geburtstag, als bei ihm Diabetes mellitus des Typs 1 diagnostiziert wurde. Er gehörte zu dieser Zeit bereits zu den besten und erfolgreichsten Gewichthebern im österreichischen Nachwuchsbereich. Er trat dabei für den AC Woge Bregenz bei Turnieren an. Auch nach seiner Erkrankung blieb er dem Leistungssport aber treu. Im Jahr 2001 startete er erstmals bei Europameisterschaften und konnte dort den 16. Platz belegen. Bei den im gleichen Jahr stattfindenden Europameisterschaften der Junioren konnte er sogar zwei Bronzemedaillen gewinnen. So reichte seine neue persönliche Bestleistung in der Klasse bis 105 KG.

Auch in den folgenden Jahren konnte er weitere Achtungserfolge erringen und immer wieder in den Top 10 bei Europa- und Weltmeisterschaften landen, wie auch bei den Olympischen Spielen. Insgesamt stagnierte seine Leistung aber und er konnte keine weiteren größeren Erfolge verzeichnen. Im Jahr 2007, am 16. Juli, verunglückte außerdem seine Frau, die er am 9. Dezember 2005 geheiratet hatte, tödlich bei einem Autounfall.

Ein Jahr später gewann er bei den Europameisterschaften in Lignano Sabbiadoro den Titel in der Disziplin Reißen. Am 19. August konnte er außerdem bei den Olympischen Spielen in Peking mit der Goldmedaille den größten Erfolg seiner Karriere feiern. Er gewann außerdem noch Gold bei den Weltmeisterschaften.