Klassen werden neu geordnet

Das Gewichtheben erfreut sich rund um den Globus großer Beliebtheit. So finden in aller Welt lokale, regionale und nationale Turniere statt, in denen sich Athleten darin messen, wer die schwereren Gewichte heben kann. Auch internationale Turniere sind zahlreich vertreten. So gibt es etwa kontinentale Meisterschaften, wie die Europameisterschaft oder die Asienmeisterschaft, die einmal im Jahr stattfinden. Daneben findet auch die Weltmeisterschaft einmal jährlich statt. Alle vier Jahre haben die besten Athleten außerdem bei den Olympischen Sommerspielen die Chance, sich mit einem Sieg für immer zu verewigen.

Koordiniert werden die Meisterschaften dabei von einem zentralen Organ, der International Weightlifting Federation (IWF). Diese überwacht die Turniere, ernennt die Schiedsrichter und vergibt offizielle Medaillen und Trophäen. Sie hat nun eine Neuordnung des Sports angekündigt: Die seit mehreren Jahrzehnten bestehenden Gewichtsklassen sollen anders geordnet werden.

So wird zunächst die Anzahl der Gewichtsklassen bei den Frauen und bei den Männern von acht auf zehn erhöht. Daraus erhofft sich der Verband zum einen durch eine größere Trennschärfe verschiedener Gewichtsklassen eine genauere Zuordnung der teilnehmenden Athleten. Zum anderen entstehen so auch mehr Möglichkeiten für Sportler, Medaillen zu gewinnen, da sie in anderen Gewichtsklassen antreten können. Anders sieht dies jedoch bei den Olympischen Spielen aus. So wird es hier in Zukunft nur noch sieben Klassen geben. Damit trägt der Verband einer Forderung des Internationalen Olympischen Komitees Rechnung, das weniger Sportler bei den Spielen sehen möchte.

Durch die Reduzierung der Klassen nehmen damit bei Olympia 2020 in Tokyo jeweils maximal 14 Athleten pro Gewichtsklasse teil. Damit starten also 98 Gewichtheber im Feld der Männer und Frauen. Eine weitere Neuerung: jedes Land darf pro Gewichtsklasse nur noch einen Heber antreten lassen. Dies schadet einigen Nationen, die besonders in einzelnen Gewichtsklassen viele Talente aufbieten können. Sie müssen sich nur für einen ihrer besten Sportler entscheiden, was sicherlich nicht einfach werden dürfte.